CareTech Hub Quartier
Ausgangslage:
Die demografische Entwicklung führt zu einem steigenden Bedarf an innovativen Teilhabe- und Versorgungsstrukturen, während zugleich Fachkräftemangel und Finanzierungslücken in der Pflege wachsen. Technik und Digitalisierung bieten das Potenzial, Versorgungskonzepte zu verbessern und den Verbleib älterer Menschen im vertrauten Lebensumfeld zu unterstützen. Daher werden Ansätze entwickelt, wie ältere Menschen in den Quartieren und im eigenen Wohnumfeld technologische Innovationen für mehr Selbstständigkeit nutzen können. Ziel ist es, Chancen für Lebensqualität, soziale Teilhabe und Selbstbestimmung zu erschließen. Gleichzeitig werden die Voraussetzungen partizipativ erforscht, unter denen Technik wirksam in Alltags- und Pflegekontexte integriert werden kann.
Aktuell zeichnen sich folgende thematische Säulen ab:
- Digitale Teilhabe im Alter (einschließlich Fragen der Technikakzeptanz und Technikaneignung)
- Neue technikunterstützte Wohn- und Versorgungsformen für längeres selbständiges Wohnen im Alter (u.a. aufbauend auf Bielefelder Modell – Wohnen mit Versorgungssicherheit)
- Am Quartier ausgerichtete (technikunterstützte) Vernetzung von Versorgungsangeboten zur Überwindung von Versäulungen im Hilfesystem und zur besseren Gestaltung von Übergängen und für eine bedarfsgerechtere Versorgung insbesondere auch für vulnerable Gruppen.
Die Praxispartner tragen ihre Expertise in Wohnraumversorgung, Quartiersarbeit und Wohnberatung ein und schaffen erprobungsnahe Strukturen für sozio-technische Innovationen. Forschung und Praxis wirken dabei eng zusammen, um Nutzungshindernisse und Ablehnungen zu verstehen, Vorbehalte abzubauen und auf diese Weise die selbstbestimmte Lebensführung in den beteiligten Quartieren nachhaltig zu stärken.
Zielstellung:
- Sichtbarmachung der Modellquartiere und -projekte (z. B. Bielefelder Modell, Mehrgenerationenwohnen, BGW-Musterwohnung) sowie Integration von Wohn- und Technikberatung in langfristige Versorgungsstrategien
- Niederschwellige Information der Bürger:innen über bestehende Beratungs-, Pflege- und Wohnangebote sowie erfahrbare Vermittlung technischer Unterstützungsmöglichkeiten
- Förderung der Aneignung und Teilhabe an sozio-technischen Innovationen
- Sichtbarmachung und Stärkung von Netzwerken und Kooperationen in den Quartieren
- Verstetigung des Wissenschaft-Praxis-Transfers durch die Entwicklung tragfähiger Geschäftsmodelle
Beteiligte Organisationen:
- Hochschule Bielefeld (HSBI)
- Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Bielefeld e.V. (AWO)
- Bielefelder Gesellschaft für Wohnen und Immobiliendienstleistungen mbH (BGW)
Sprecher:in